Warum zeigt meine Google
Adwords Anzeige nicht die gewünschte Zielseite in meinem Online-Shop an? Stattdessen
erscheint eine Fehlermeldung
Google sendet bei der
Grundeinstellung jeder Adwords Kampagne einen sogenannten gclid Code mit
Die Fragen der Betroffenen sind so, oder so ähnlich:
• Warum zeigt die Googl Adwords Anzeige auf eine falsche Zielseite?
• Warum kann die ursprüngliche Zeilseite meiner Google Adwords Anzeige nicht
angezeigt werden?
• Was macht der kryptische Code direkt im Anhang der Ziel-URL beim Klick auf
meine Adwords Anzeige?
• Wo kommt beim Klick auf meine Adwords Anzeige der komische Code in der Adresszeile
der Zielseite her?
Es dauert eine Weile bis man die Lösung dieses Problems gefunden hat, denn nicht
jeder klickt seine eigenen Adwords Anzeigen von aussen, also direkt aus den Google
Suchergebnissen durch. Erstens würde das Geld kosten und zweitens sind viele
Adwords Kampagnen viel zu umfangreich, als dass man jede Anzeige testweise klicken
könnte.
Damit wäre man je nach Kampagne tagelang beschäftigt. Zudem lässt sich eine Adwords
Anzeige auch aus der Konto- / Kampagnenverwaltung heraus klicken, was dann kein
Geld kostet.
Der Fehler tritt jedoch nur "von aussen" auf, also wenn die Anzeige aus der Google Suche heraus geklickt wird. Nie wird der Fehler offensichtlich, wenn man aus der Kampagnenverwaltung heraus die Anzeigen klickt.
Googles Vorgehensweise / Technik mit dem gclid Code
Google sendet bei den
Adwords Anzeigen in der Grundeinstellung den sogenannten gclid
Code mit. Dieser Code dient dazu, im Analysetool Google Analytics
die Unterscheidung eines Besucherklicks zu treffen zwischen organischer
Suche und Adwords Anzeigen. Soweit ist das alles ganz clever.
Problematisch wird die Sache erst, wenn das Mitschicken des gclid
Codes in der URL nicht verborgen wird und der besagte Online-Shop
mit dieser URL nicht zurechtkommt. Denn genau dann wird NICHT
die gewünschte Ziel-URL angezeigt, sondern eine Fehlerseite zum
Beispiel mit der Bemerkung: "Leider brachte Ihre Suche keine Ergebnisse.
Bitte versuchen Sie es nochmal." Beim Oxid Shop kann dies beispielsweise
vorkommen. Das hauseigene URL-Rewrite Modul von Oxid könnte
hier Schwierigkeiten bekommen, modifizierte URL-Rewrite Module
ebenso. Dieses Modul macht nämlich
folgendes: In einer Datenbank sind sowohl die kryptischen URLs,
als auch die diesen zugeordneten schönen URLs aufgeführt.
Nun entsteht der Fehler, wenn an die schöne, bereits geänderte
URL, der von Google kommende gclid Code angehängt wird. Damit
kommt dann der Oxid
Shop nicht mehr klar und zeigt nicht das gewünschte
Produkt, sondern beispielsweise gar nichts.
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Das ist natürlich sehr ärgerlich
für den Online-Shop-Betreiber, denn der Klickpreis
wird von seinem Konto abgebucht und der klickende Kunde bekommt aber nicht die
gewünschte Seite mit den gesuchten Produkten zu sehen und ist schnell wieder
verschwunden. Die Adwords Werbung läuft sozusagen ins Leere. Ein Sale wird also
in den seltensten Fällen nach so einem Missgeschick generiert. Und dieses Spiel
kann über Jahre hinweg laufen, einen Haufen Geld im Adwords Konto verbrennen,
ohne dass der Advertiser dafür einen Gegenwert erhält, geschweige denn eine Entschädigung
sieht.
Die Aufdeckung
des gclid Problems findet meist durch einen Zufall statt
In vielen Fällen wird solch ein Problem nur durch dumme Zufälle entdeckt. Ein Lieferant machte meinen Kunden darauf aufmerksam,
dass die Adwords Anzeige für sein Produkt auf eine nicht existierende Zielseite führt.
Google selbst argumentiert hier mit dem Hinweis, dass man das Anfügen und mitschicken
des gclid Codes durchaus abstellen kann. Ja - das kann man, wenn man weiss wo.
Das Google Adwords Konto ist mittlerweise hochkomplex, dass es kaum einen Experten
gibt, der alle Funktionen und Optionen komplett überblicken kann. Wenn der
gclid Code abgestellt wird, so kann Google Analytics keine Unterscheidung mehr
Treffen zwischen den Besuchern über Adwords und aus der organischen Suche.
Es sei denn, man lässt sich über den Google API Service eine andere
Unterscheidung mitschicken. Dies kostet aber zusätzliches Geld. Selbstverständlich
sollte man sich mit der Kampagnenverwaltung einigermassen auskennen. Jedoch
prangere ich an, dass der gclid Code eine Regelrechte Tretmine ist und davor
nicht gewarnt wird. (Cui bono?) Nicht jedem Shop-Betreiber passiert dieses Missgeschick.
Ich konnte bisher auch nicht feststellen, was es für ein Umstand ist, der zu
einer fehlerhaften Ziel-URL führt. Dies hängt laut Google mit dem Online-Shop
selbst zusammen. Google sagt hierzu: "Bei bestimmten Websites sind URL-Parameter
(also der angehängte gclid Code) jedoch nicht zulässig. Dann wird - wie in Ihrem
Fall - statt der gewünschten Zielseite eine leere Seite angezeigt." Das ist ja
schön! Hätte ich das vorher gewusst, wäre viel Geld in meiner Tasche geblieben.
Im Adwords Konto nennt sich die Funktion "Automatische Tag-Kennzeichnung der Ziel-URL". Diese wird beim Anlegen des Kontos automatisch aktiviert. Und genau hier liegt der Hund begraben. Bei dieser automatischen Aktivierung müsste eine automatische Warnung ausgegeben werden.
Infos zur Tag-Kennzeichnung der Anzeigen unter Verwendung von Google Analytics gibt es auch unter Google Support Answers
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